Citytriathlon: „Triathlon in Amberg ist unverzichtbar“

Der Amberger Bernd Stief hat den Triathlon in der Vilsstadt von Anfang an miterlebt und mitgepärgt. Im Interview findet der Vorstand des Triathlonvereins CIS Amberg klare Worte für die Zukunft des Volks- und Raiffeisenbank Citytriathlons Amberg: Stief hält Triathlon in Amberg für unverzichtbar!

Ein Vierteljahrhundert Triathlon in Amberg, jährlich bis zu 500 Sportler aus ganz Deutschland und weiten Teilen Europas vom Anfänger bis hin zu Europameister Timo Bracht – hättest Du mit einer solchen Erfolgsgeschichte gerechnet? Bernd Stief: Der Erfolg der letzten Jahre war doch für viele, zumindest auch für mich mehr als überraschend!

Was macht aus Deiner Sicht Triathlon aus?
Bernd Stief: Die Verteilung auf drei Ausdauersportarten bringt sowohl Anreize beim Training als auch beim Wettkampf. Als ehemaliger Marathonläufer war die Umstellung eine ganz neue Erfahrung und ein Gewinn!

Was erwartest Du Dir von dem Jubiläumstriathlon?
Bernd Stief: Ein erlesenes Teilnehmerfeld und vor allem viele Zuschauer! Mit der neuen Strecke eventuell neue Bestzeiten!

Triathlon boomt – auch in Amberg. Haben die Region und die Vereine aus Deiner Sicht von der Sportveranstaltung profitiert?
Bernd Stief: Region und Vereine haben auf jeden Fall profitiert. Als Vorsitzender des stärksten Triathlonvereins in der Region merkt man es vor allem an den Neueinsteigern und an den Spitzenathleten, die Interesse an Ligateams haben. Ein Triathlon in Amberg hat nicht nur Tradition, er ist aus meiner Sicht auch unverzichtbar.

Was dürfen die Teilnehmer in Amberg nicht verpassen?
Bernd Stief: Den imposanten Zieleinlauf!

Wo sehen siehst Du den CTA in den nächsten Jahren?
Bernd Stief: Er ist in Frage gestellt! Vorrangig wäre das Engagement der Stadt, des Stadtverbandes für Sport und der Unterstützung der Institutionen Polizei, Feuerwehr, THW und der Freiwilligen Helfer notwendig.

Es ist geplant, weitere Meisterschaften – national wie international – auszurichten. Wie stehst Du dieser Idee gegenüber?
Bernd Stief: Dann müsste einiges neu konzipiert werden und ein Umdenken bei einigen Beteiligten stattfinden.

Was schätzt Du an den Sportevents der Wechselszene?
Bernd Stief: Gut organisiert, gut durchgeführt! Von den Athleten anerkannt!

Wie hat sich der Amberg Triathlon in Deinen Augen entwickelt?
Bernd Stief: Absolut positiv! Wobei natürlich einige Schwachstellen systembedingt bestehen bleiben Schwimmen in Bahnen, keine Zuschauerresonanz in der Altstadt beim Laufen durch nur vereinzelt auftauchende Läufer wegen der Schwimmstarts.

Wo würde der Ausdauersport im Landkreis Amberg-Sulzbach ohne CTA stehen?
Bernd Stief: Es fehlt dann auf jeden Fall ein wesentlicher Faktor.

Wie sieht CIS Amberg den CTA und dessen Zukunft?
Bernd Stief: Für uns ist der CTA eine Möglichkeit, unsere Athleten der Amberger Bevölkerung vorzustellen und ihre Klasse zu zeigen. Die Zukunft sehen wir sehr kritisch. Als alleiniger Veranstalter sind wir sicher überfordert, vor allem mit unseren weiteren Veranstaltungen (Silvesterlauf, Halbmarathon und zweijährig Freundschaftsmarathon). In Verbindung mit anderen Vereinen und vor allem mit dem Stadtverband für Sport erscheint es zumindest möglich.

Was macht den CTA zu einem besonderen Triathlon?
Bernd Stief: Zum einen der frühe Termin bedingt durch das Schwimmen im beheizten Becken, des Weiteren durch die vielen Top-Athleten, die in den letzten Jahren teilgenommen haben.

Die Vereine und die Wechselszene arbeiten künftig noch enger in Sachen CTA zusammen. Schildere bitte die Kooperation aus Deiner Sicht und skizziere bitte die Vorteile?
Bernd Stief: Eine Großveranstaltung wie der CTA ist ohne die Hilfe von Vereinen nicht durchführbar. Andererseits braucht man das Knowhow und die Erfahrung von Profis von der Wechselszene. Vor allem bringen sie die Verbindung zu Topathleten und damit einen Gewinn für das Image des CTA.