Local Hero Andrea Seehuber bloggt: Local Heroes 2.0

Niemals hätte ich gedacht, so schnell nach dem Eberl-Chiemsee-Triathlon 2017 meinen Blog fortzuführen. Allemal vielleicht hier und da ein Gastbeitrag, etwa bei meiner Teilnahme 2018. Aber jetzt sitze ich hier und werde meine Erfahrungen wieder regelmäßig veröffentlichen – als Local Hero. Ich kann es immer noch gar nicht glauben, dass ich weitere zwei Jahre eng mit den grandiosen Menschen zusammenarbeiten werde, die mich in den letzten Monaten betreut und unterstützt haben. Meine Teamkollegin Stephanie Brenninger und ich werden weiterhin Teil dieses unbezahlbaren Projekts sein, von dem ich zurecht behaupten kann, dass es mich entscheidend beeinflusst hat. (Ich denke sogar ernsthaft darüber nach, mit welchem Studium und Beruf ich später wohl am besten dem Triathlon nachgehen kann).

Die Fortsetzung beginnt vor knapp einer Woche, als ich mit Sven Hindl, Bernd Rose und Stephanie im Wirtshaus zusammenkomme. Es ist als abschließendes Treffen gedacht, um über die vergangenen Monate und die Zusammenarbeit zu reden. Aber auch die Frage, wie es weitergeht. Da sind Steffi und ich uns einig: 2018 starten wir auf der Kurzdistanz! Wir haben so viel über Triathlon und die notwendige Vorbereitung gelernt, da sollte das eindeutig drinnen sein.

Andrea Seehuber

Dann will Sven wissen, ob wir uns 2019 die Mitteldistanz vorstellen könnten, ob wir Interesse daran hätten, das „Local Heroes“-Projekt fortzuführen. Ich habe gegoogelt: auf der Plattform Woxikon gibt es für „Ja“ 472 Synonyme – sucht euch eins aus. 😉

Es wird die nächsten zwei Jahre weiterhin professionelle Betreuung durch Bernd und Lauftrainerin Pamela Gutsch geben. Leider konnte sie beim Treffen nicht anwesend sein. Gemeinsam mit ihr werden wir in Zusammenarbeit mit dem Laufbandhersteller h/p/cosmos weitere Laktattests durchführen. Danke auch an unsere Partner Syntace, Aqua Sphere, Puma, Specialized, PowerBar, Kiwami und Airstreeem, die unser Projekt von Anfang an unterstützt haben und uns die nächsten zwei Jahre nach wie vor begleiten werden. Es wird spannend, in zwei Jahren kann sich so viel tun. Für alle Beteiligten, allen voran Sven und Bernd, ist das eine völlig neue Erfahrung, ein Experiment. Aber meine Motivation ist enorm, auch schon bevor ich von der Fortsetzung wusste.

Vom Triathlonvirus befallen

Nach Chieming habe ich an zwei weiteren Wettkämpfen teilgenommen, in Grassau und Waging am See. In Grassau waren die Distanzen etwas kürzer als beim CST: 400 m Schwimmen, 19 km Rad und 4,8 km Laufen. Meine Zeit war 1:13:52 h. Die Distanz in Waging war anders: 750 m Schwimmen, 20 Rad und 5 km Laufen. Im Ziel war ich nach 1:28:57, also knapp eine Minute schneller als in Chieming.

CST-2017_(Steffi Brenninger) (3)Jeder Triathlon war eine gute Erfahrung, aber da geht mehr. Mir ist nach all den Wettkämpfen erst richtig klargeworden, an wie vielen kleinen Dingen man arbeiten kann, um seine Leistung zu verbessern. Beispielsweise habe ich während der letzten Monate meinen Fokus wenig auf meine Ernährung gelenkt. Das werde ich ändern. Endlich habe ich auch eine zuverlässige Triathlon-Uhr (die Garmin Forerunner 920XT, von mir liebevoll Gary genannt) mit funktionierendem Pulsgurt. Sofort habe ich versucht, mir selbst einen Plan zusammenzustellen, denn das offizielle Training für die Kurzdistanz wird im Februar beginnen. Damit habe ich mich an Bernd gewandt und genau das hat mir gezeigt, wie froh ich um die professionelle Unterstützung sein kann. Denn selbst hätte ich nicht erkannt, dass mein Körper noch Zeit braucht, um sich an regelmäßiges und intensives Training zu gewöhnen. „Also höre bitte genau rein in deinen Körper und mach immer nur so viel, wie leicht geht und vor allem was dir wirklich Spaß macht“.

Darüber, wie ich die Zeit bis zum offiziellen Trainingsbeginn letztendlich verbringe, werde ich regelmäßig schreiben. Auf die nächsten zwei Jahre als Local Hero! Ich freue mich unfassbar.