Interview mit Ewa Bugdol: „Ich kann es gar nicht erwarten wieder zu kommen!“

2013 stand Ewa Bugdol schon einmal ganz oben. Sie und Konkurrentin Novakova-Potuckova lieferten sich damals ständige Positionswechsel. Bugdol führte lange auf dem Rad, während ihre tschechische Konkurrentin als erste in die Wechselzone kam. „Der Wettkampf war sehr hart, aber während des Laufens habe ich gemerkt, dass das mein Rennen wird und ich es gewinnen werde,“ sagte Bugdol nach dem Rennen.

Auch 2016 bleibt sie der Veranstaltung treu und kann es gar nicht erwarten wieder nach Chieming zu kommen. wir haben uns mit ihr unterhalten.
Ewa Bugdol, einmaligWS: Hallo Ewa! Die Saison steht vor der Tür und viele Triathleten sind gerade im Trainingslager. Was sind deine Pläne für das Jahr?

Ewa: Ich plane bei den ETU Langdistanzmeisterschaften im polnischen Poznań im Juli zu starten. Dann folgen der Ironman 70.3 Gdynia und die ITU Weltmeisterschaften Langdistanz in Oklahoma City im September. Am Ende der Saison, im November, fliege ich dann noch zum Ironman Florida.

WS: Lass uns doch einmal etwas zurückblicken. Wie bist du überhaupt mit Triathlon in Kontakt gekommen? 

Ewa: Ich komme vom Schwimmsport. Irgendwann fand ich das Schwimmtraining zwei Mal täglich wirklich langweilig. Ich suchte nach etwas abwechslungsreicherem. Meine Mutter hat mir dann Triathlon vorgeschlagen. Damals war ich 16 Jahre alt. Bei meinem ersten Rennen wurde ich dann gleich Dritte.

WS: Warum hast du dich dazu entschlossen auch 2106 zum CST zu kommen?  

Ewa: Der Chiemsee Triathlon ist ein tolles Rennen. Die Organisation ist erstklassig und die Atmosphäre ist immer fantastisch.

WS: Was sind deine Ziele für das Rennen?  

Ewa: Ich werde mein bestes geben und hoffentlich ein gutes Rennen hinlegen!

Ewa Bugdol, einmalig

 

WS: Was hast du bei deinen letzten Besuchen im Chiemgau am meisten genossen?

Ewa: Es gibt so viele Dinge, die ich im Chiemgau liebe: Da wäre ersteinmal die Umgebung. Die Berge sind so schön! Dann die Menschen: Alle sind freundlich und aufgeschlossen. Als Publikum gehören sie zu den Besten, die ich je gesehen habe. Im Rennen wird man unglaublich toll angefeuert.
Und nicht nur das Rennen sucht in Europa seinesgleichen. Auch nach dem Rennen kann man vieles unternehmen. Ich kann es nur jedem empfehlen, und kann es gar nicht erwarten wiederzukommen. Besonders freue ich mich darauf, essen zu gehen: hausgemachter Kaiserschmarrn (lacht).

WS: Was ist deine besonderste Triathlon-Erinnerung? 

Ewa: Einmal traf ich auf einen Athleten, der sein gesamtes Rennen im Neoprenanzug bestritt. Es war sehr kalt und das Rennen ging über eine Mitteldistanz. Ich fand, er sei ein echt harter Kerl. Als ich selbst im Ziel war, freute ich mich nur darauf, mich endlich aufwärmen zu können.

WS: Welchen Rat kannst du unseren CST-Rookies mit auf den Weg geben? 

Ewa: Mein Rat ist, nicht zu schnell zu starten. Hebt euch euere Energie bis zuletzt auf. Dazu gehört auch, sich gut zu verpflegen. Dann wünsche ich allen viel Erfolg!

Fotos: Ewa Bugdol